Burgundisches Doublet
Dieses typische Kleidungsstück tritt in der zweiten Hälfte des 15. Jhs. in starker Anlehnung an die burgundische Hofmode auf. Sehr schnell verbreitet es sich über gesamt Mitteleuropa und lässt sich in deutlicher Abwandlung auch in Oberitalien und England feststellen. Ikonographisch ist das Doublet anhand zahlreicher Abbildungen zeitgenössisch fränzösischer und flämischer Maler, sowie in vielen Profandarstellungen und Tafelminiaturen belegt, wobei Nachweise in modifizierten Varianten bis weit in die fühe Neuzeit zu finden sind. Die sog. Tudor-Mode im England des 16. Jhs. ist von der Grundform des Doublets geprägt. Bei der Anfertigung eines Doublets sollte unbedingt auf regionale und zeitliche Differenzen geachtet werden. Für die 2. Hälfte des 15. Jhs. ist für unseren Bereich die unten abgebildete Form nach einem burgundischen Holzschnitt von maßgeblicher Bedeutung.
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