|
Auch in der Frauenmode wollen wir uns, wegen der enormen Fülle an Modellen, auf wesentliche Grundlagen verschiedener Stände beschränken. Grundsätzlich trug die bürgerliche Frau ein knielanges Unterhemd aus Leinen mit Strümpfen aus Wollstoff, die meist in Kniehöhe gebunden wurden. Über Unterwäsche gibt es keine klaren Belege. Dazu trug sie ein Unterkleid aus Leinen oder Barchent das meist knöchellang war, um darüber dann ein langes, teils stark gefaltetes Oberkleid aus Wollköper oder festem Leinen zu tragen. Teure Stoffe wie z.B. Seide und Brokat waren durch Kleiderordnung und Preis dem Adel oder bürgerlichen Oberschichten vorbehalten. Die rechte Abbildung zeigt eine gut gekleidet Frau des gehobenen Bürgertums oder Landadels in der 2. Hälfte des 15. Jhs. mit einem Wollkleid, angesteckten Brokatärmeln und einer sog. Hörnerhaube, auf die ein Schleier aus feinem Leinen aufgesteckt ist. |
|